"Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns."
Dschalal ad-Din al-Rumi
Was bedeutet Mediation?
Konflikte und Meinungsverschiedenheiten sind im Leben völlig normal und unvermeidlich. Sie sind keinesfalls ein Zeichen von Versagen und müssen nicht in juristischen Verfahren enden. Sie entstehen häufig durch Überlastung sowie Stress und gewinnen dann eine Eigendynamik, die zu verhärteten Verhältnissen zwischen den beteiligten Personen führt. In vielen Fällen kommt man aus dieser Spirale an Vorwürfen und Missverständnissen nicht mehr allein heraus. Hier kann eine Mediation helfen, die Situation auf eine wertschätzende Ebene zu bringen und von dort aus sowohl den Konflikt zu klären, als auch durch Reflexion neue Konflikte zu vermeiden.
Eine Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem die Konfliktparteien mithilfe eines oder mehrerer Mediator*innen freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Lösung anstreben.
Eine Mediation ist ein Instrument, um in allen Bereichen mehr Leichtigkeit in sein eigenes Leben und das der Anderen zu bringen.
Sie ist ein vergleichsweise kostengünstiger, schneller und leicht umsetzbarer Weg, Konflikte im privaten und beruflichen Umfeld nachhaltig zu lösen.
Meistens ist sie sogar noch sehr viel mehr: sie schafft gegenseitiges Verständnis und ebnet den Weg für neue Formen des Miteinanders, der Zusammenarbeit und gemeinsames Wachstum.
Wichtigste Voraussetzung ist die Bereitschaft aller Beteiligten, am Erarbeiten einer Lösung freiwillig und selbstverantwortlich mitzuwirken. Das geht am besten gemeinsam und persönlich, aber manchmal geht es auch besser separat und online per Videokonferenz.
Manchmal sagen Bilder mehr als 1000 Worte. Hier ein erklärendes Video des Bundesverbands Mediation e.V.: https://www.youtube.com/watch?v=3uLF6fvNs1A&t=20s
Ablauf einer Mediation
Die wesentlichen Grundsätze und Voraussetzungen der Mediation sind die Folgenden:
Freiwilligkeit. Niemand kann zur Teilnahme gezwungen werden. Ein Ausstieg ist jederzeit möglich.
Offenheit und Informiertheit. Alle Beteiligten sollten den gleichen Kenntnisstand haben und nichts verheimlichen.
Eigenverantwortlichkeit aller Beteiligten. Es wird keine Lösung von außen vorgegeben, sondern von den Beteiligten selbst erarbeitet.
Allparteilichkeit und Neutralität des Mediators / der Mediatorin. Ich stehe auf niemandes Seite, sondern steuere Sie wertschätzend und empathisch durch den Prozess zur Lösungsfindung.
Zukunftsorientierung. Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern.
Ergebnisoffenheit. Durch kreative Verfahren gelangen wir häufig zu völlig neuen Lösungsideen.
absolute Vertraulichkeit. Alles Besprochene unterliegt der Verschwiegenheit aller Beteiligten. Für die Mediatorin / den Mediator ist dies sogar eine gesetzliche Pflicht.
Das Mediationsverfahren kennt keinen starren Aufbau. Dennoch kann man die Mediation grundsätzlich in diese Phasen unterteilen:
Kontaktaufnahme: Eine/r der Konfliktparteien nimmt Kontakt zu mir auf. In dem unverbindlichen und kostenfreien telefonischen Vorgespräch schildern Sie mir kurz die Situation und wir klären, ob eine Mediation überhaupt das richtige Format hierfür ist. Es dient dem gegenseitigen Kennenlernen, der Klärung offener Fragen und der Information über die Auftragsbedingungen und das Honorar.
Die Eindrücke und Informationen aus diesem ersten Gespräch können Sie an die andere Konfliktpartei weitergeben und auch diese kann sich gerne nochmal telefonisch bei mir melden. Eine Mediation ist nur dann möglich, wenn alle Konfliktparteien sich an einen Tisch setzen können und wollen.
Einstieg: Als Mediatorin erkläre ich die notwendigen Regeln und beantworte ggf. Fragen zum Ablauf. Es wird ein Mediationsvertrag geschlossen.
Darstellung der Themen und Positionen: die Parteien legen jeweils ihre Sicht der Dinge dar.
Ermittlung der Interessen: die Beteiligten erkennen, um was es ihnen wirklich geht. Aus Konflikten werden Interessensunterschiede, für die Lösungen erarbeitet werden können.
Suche nach Lösungen und Alternativen: gemeinsam erarbeiten die Beteiligten unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten. Ziel ist es, ein Ergebnis zu verhandeln, von dem alle Parteien und Beteiligten profitieren.
Abschluss: Zusammenfassung der gefundenen Lösung in einer verbindlichen Abschlussvereinbarung,
Nachsorge: nachdem eine gewisse Zeit vergangen ist, wird wenn gewünscht überprüft, ob die vereinbarte Lösung zur Zufriedenheit aller wirkt.
Dauer und Kosten einer Mediation
In der Regel dauert eine Mediationssitzung 60-90 Minuten. Bis zum Abschluss des Verfahrens sind selten mehr als sechs Sitzungen erforderlich.
Eine Mediationssitzung kostet 150 € zzgl. Mehrwertsteuer.
Die erzielten Ergebnisse werden am Ende des Verfahrens in einem schriftlichen Vertrag festgehalten, der verbindlichen Charakter hat.